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Aus dem Ortsverband | 26. Mai 2009

Entscheidung der Landesregierung bestätigt: Wahlen am 30. August 2009

Dies hat der Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen durch heute verkündetes Urteil entschieden und damit den gemeinsamen Antrag der NRW-Landesverbände der SPD und des Bündnis 90/Die Grünen gegen die Festlegung des Kommunalwahltermins auf den 30. August 2009 zurückgewiesen.

In der mündlichen Urteilsbegründung führte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs Dr. Bertrams u.a. aus:

Der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen habe für seine Entscheidung, den Wahltermin auf den 30. August 2009 festzusetzen, sachlich nachvollziehbare Gründe angeführt und damit nicht willkürlich gehandelt. Nachvollziehbar sei insbesondere, dass er von einer Zusammenlegung der Kommunalwahlen mit der Bundestagswahl am 27. September 2009 Abstand genommen habe. Eine solche Zusammenlegung sei in der Rechtsprechung als problematisch angesehen worden, weil wegen der allgemeineren und größeren Bedeutung der Bundestagswahlen die Gefahr bestehe, dass kommunalpolitische Themen hinter den bundespolitischen zurücktreten würden. Danach sei es nicht sachwidrig, dass der Innenminister mit dem 30. August 2009 einen Termin bestimmt habe, der unter Berücksichtigung von Ferienzeiten vier Wochen vor der Bundestagswahl liege und damit eine allzu große Nähe zu dieser Wahl vermeide.

Der Innenminister habe mit der Festlegung des Wahltermins auch nicht gegen das Recht auf Chancengleichheit der politischen Parteien verstoßen. Durch die Bestimmung des Wahltermins auf den 30. August 2009 werde die Wettbewerbslage zwischen den Parteien und sonstigen politischen Gruppierungen und Wahlbewerbern nicht verändert, weil der Termin alle gleichermaßen betreffe.

DP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, dass das Gericht SPD und Grünen “ihre kleinkarierten Argumente aus den Händen geschlagen” habe. Die beiden Parteien hätten sich mit ihrer Klage “verzockt”. FDP-Fraktionschef Gerhard Papke sprach von einem guten Tag für die demokratische Kultur. Die Urteilsbegründung sei geradezu eine juristische “Höchstrafe” für die Kläger. Der FDP-Landesvorsitzende Andreas Pinkwart hob hervor, dass die Opposition dabei gescheitert sei, den Verfassungsgerichtshof für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren.
- VerfGH 3/09 -



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